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Uebung - Stegebau mit dem Einsatzgerüstsystem
Datum: 24.06.2006
An Samstag den 24.06.2006 kam es zum Brückenschlag über die „Krückau“. Die Kameraden bauten am Übungstag mit dem EGS Gerüstsatz ( Einsatzgerüstsystem ) verschiedene Arten von Behelfsstegen über die „Krückau“. Der Bau von Stegen ist seit jeher ein Schwerpunkt der Aufgaben des THW. Neben den klassischen Formen, die meist aus Holz errichtet werden, erlaubt auch das EGS eine Palette an Stegvarianten. Kurze Aufbauzeiten, die Möglichkeit des freien Vortriebs und eine definierte Statik zeichnen sie aus. Es gibt die Schwimmstege,Trümmerstege, Freitragende Stege und die Schnellstege. Daneben können auch Mischformen oder an Holzkonstruktionen angelehnte Versionen realisiert werden. Nach einem 8 Stunden Übungstag traf man sich am Abend zu einem gemütlichen Grill- und Fußballabend.

Information zum Einsatzgerüstsystem:

Mit der Auslieferung der ersten Gerüstbausätze 1997 begannen in vielen Ortsverbänden entsprechende Ausbildungsmaßnahmen. Dabei erkannte man nicht nur sehr schnell die Vorteile dieses Systems, sondern gelangte auch zu der Erkenntnis, dass sich mit sinnvollen Erweiterungen völlig neue Möglichkeiten und Erfahrungen bei Rettungs- und Bergearbeiten ergeben.
Gemeinsam mit der THW-Leitung, den Landesverbänden Bayern und Nordrhein-Westfalen sowie der THW-Bundesschule wurde in mehreren Workshops ein Konzept entwickelt, das unter dem Oberbegriff Einsatz-Gerüstsystem (EGS) inzwischen auch in der StAN fest verankert ist.
Die Vorteile des EGS liegen neben dem vergleichsweise geringen Handlinggewicht vor allem in der Vielseitigkeit. Neben der Kernaufgabe Abstützen von einsturzgefährdeten Gebäuden (Gebäudeteilen) ist das EGS auch für zahlreiche andere Aufgaben im Bergungs- und Rettungswesen einsetzbar. Hierzu gehört der Bau von Arbeits- und Rettungsplattformen ebenso wie der Stegebau.
Das EGS besteht in Basis aus den Bausätzen 1-4, von denen inzwischen auch die BS 3 und 4 als FB in die StAN aufgenommen wurden. Dazu gibt es eine Reihe Sonderbausätze, wie z. B. den Rüstholzsatz, die Ankerstäbe oder die Mehrzweckplane. Weitere Informationen hierzu findet man unter http://www.thw-egs.de Da das EGS noch keine eigene Fachgruppe ist, wird der Aufbau mit dem Personal der Bergungsgruppen bestritten. Hier geht es vor allem im Abstützbereich um Statik und damit um Sicherheit, daher empfiehlt sich unbedingt, die vom LV NW und den Schulen angebotenen Lehrgänge zu besuchen. Ebenso ist dazu zu raten, mindestens einen Baufachberater im Team zu haben. Die zum Aufbau benötigte Werkzeugausstattung ist recht einfach: Latthämmer, Wasserwaage und Holz zum Unterbauen reichen in den meisten Fällen völlig aus. Wo sich Ortsverbände auf das EGS spezialisiert haben, ist es in der Regel fest verlastet. Hierzu gibt es unterschiedliche Konzepte, die vom normalen 2-Achsanhänger bis hin zu Wechselpritschen reichen.
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